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CAQ-Success-Story
KING PLASTIC GmbH

Heute ein König mit CAQ AG Factory Systems

Polyoximethylen, Polyamid und Polypropylen: Kunststoffe, die aufgrund ihrer Eigenschaften des niedrigen Reibwiderstands, der guten Abriebfestigkeit sowie einer geringen Materialermüdung die ideale Voraussetzung für die Erstellung von komplexen Baugruppen, Modulen und Komponenten im Automobilbereich bieten.

Bereits 1959 setzte die zur Gruppe der KNIPPING KUNSTSTOFFTECHNIK gehörende KING PLASTIC GmbH auf die Vorzüge dieser Materialien, die mit höchster Prozesssicherheit im Spritzgießverfahren verarbeitet werden. Vorrangig für den Bereich der Automobilindustrie aktiv, versorgt der insgesamt vier Unternehmen umfassende Firmenverbund sowohl Systemlieferanten als auch die als OEM bezeichneten Automobilhersteller mit technisch anspruchsvollen Kunststoffbaugruppen und -komponenten.

Das Produktspektrum von KING PLASTIC ist dabei ebenso vielfältig wie die Einsatzmöglichkeiten des Produktionsmaterials: Kabelkanäle für die Verlegung unzähliger Verbindungs- und Informationsleitungen, Bremsflüssigkeits-, Lenköl- und Vakuumbehälter mit integrierten Warnanzeigen, komplexe Baugruppen und Module, Gerätehalter und Komponenten für Kraftstofftanks bilden nur einen Auszug aus dem über 1.000 Produkte umfassenden Portfolio, welches in Verbindung mit der voranschreitenden Automobilentwicklung kontinuierlich erweitert und verändert wird.

Der Preis der Qualität

Ihren Erfolg begründen die 400 Mitarbeiter der KNIPPING KUNSTSTOFFTECHNIK, neben höchster Prozesssicherheit, auf der nach ISO/TS 16949:2002 zertifizierten Qualität, für die man bereits im Jahr 2000 den Qualitätspreis des Landes Nordrhein-Westfalen erhielt.

Die Voraussetzung für einen solchen Preis ist das langfristige und effektive Engagement im Bereich des Qualitätsmanagements sowie der Auf- bzw. Ausbau eines modernen Qualitätsmanagementsystems, welches einen nachweisbar großen Nutzen für das Unternehmen darstellt. Laut dem damaligen Schirmherrn, Minister Schwanhold, wurde ein Unternehmen gesucht, das durch seine Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und die gelebte Aufbruchstimmung als Anregung und Motivation für weitere Unternehmen dient.

Durch die Einführung einer den Kundenbedürfnissen angepassten Organisationsstruktur fand man dieses Unternehmen in der KING PLASTIC GmbH, die sich als kompetenter Entwicklungspartner der Automobil-, Hausgeräte- und Elektroindustrie einen Namen gemacht hat.

Partner in Sachen Qualität

Um die eigenen Anforderungen sowie die der Auftraggeber optimal zu erfüllen, setzt das Unternehmen aus Gummersbach bereits seit 1994 auf die Unterstützung durch die CAQ AG Factory Systems. Zu diesem Zeitpunkt nutzten nur wenige Wettbewerber mehr als eigens erstellte Tabellenlösungen, die mit einer hohen Fehlertoleranz meist in papiergebundener Form realisiert wurden.

So genannte Computer Aided Quality-Systems – kurz CAQ-Systeme – waren in mittelständischen Unternehmen nicht zuletzt aus Kostengründen selten. Als Anbieter einer Lösung, die auf dem in Produktionshallen seinerzeit stark verbreiteten dBase basierte, bot die CAQ AG Factory Systems bereits in den frühen Neunzigern eine Software, die sich preislich deutlich von den über 100 TDM agierenden Systemen abgrenzte. Um trotz einer deutlichen Ersparnis gleichzeitig ein vergleichbares Leistungsspektrum wie die kostenintensiveren Lösungen bieten zu können, setzte der heute international aktive Softwareanbieter von Anfang an auf Modularität sowie einen konsequenten Leistungsausbau in allen Bereichen.

So orderte auch KING PLASTIC neben dem Kern-Modul CAQ-Compact.Net® die Erweiterungen des Formulargenerators Form.Net®, des Prüfmittelmanagements PMM.Net®, des Reklamations- und Servicemanagements REM.Net® sowie des Auditmanagements QAM.Net® und des als FMEA.Net® bezeichneten Tools zur Fehler-Möglichkeits- und Einfluss-Analyse, um künftige Stichproben der Qualität umfassend prüfen und bearbeiten zu können.

Prüfung West und Ost

Hans-Joachim Deutschmann, der bei KING PLAS­TIC als Qualitätsplaner verantwortlich für die Einführung, den kontinuierlichen Ausbau sowie die nutzbringende Anwendung des CAQ-Systems zeichnet, ist von seiner vor über zwölf Jahren getroffenen Entscheidung auch heute noch überzeugt. Dementsprechend wurde auch der 2004 in Betrieb genommene Produktionsstandort Neustadt/Sachsen von Anfang an mit ausreichenden Lizenzen der Software zur Qualitätssicherung ausgestattet.

„Mit sechs Lizenzen der Kernsoftware CAQ-Compact.Net® decken wir die Anforderungen unserer Dreischicht-Produktion problemlos ab“, erklärt der CAQ-Spezialist. „Da die Lizenzen nicht an konkrete Personen gebunden sind und da wir selten mehr als fünf Stichprobenprüfungen in unterschiedlichen Bereichen vornehmen, kommen wir trotz unserer hohen Mitarbeiterzahl mit einer verhältnismäßig geringen Anzahl von Lizenzen aus.“

Der zwölf Jahre zurückliegende Kauf des CAQ-Systems bedeutet jedoch nicht, dass Herr Deutschmann heute „alte“ Software einsetzen muss. dBase gehört heute genauso zum alten Eisen wie die damals gültigen Qualitätsnormen. Das System der CAQ AG wurde im Rahmen des Top-Service-Pakets ständig kostenlos aktualisiert, sodass auch bei der Erweiterung des Systems auf den neuen sächsischen Standort einfach auf die neueste Softwaretechnologie zurückgegriffen werden konnte.

Da Herr Deutschmann seine Arbeitswoche auf die beiden Standorte aufteilt, ist es für ihn von unschätzbarem Wert, von jedem Arbeitsplatz aus problemlos auf den jeweils anderen Standort zugreifen zu können. Dabei kann er nicht nur vorhandene Daten sehen, sondern aktiv umfangreiche Analysen vornehmen, gerade durchgeführte Prüfungen in Echtzeit betrachten oder bei Bedarf Prüfpläne anpassen oder Aufträge verwalten. Das Gleiche gilt selbstverständlich auch für aktuell eingehende oder bereits zur Erledigung fällige Reklamationen. Gleichgültig, ob ein Kunde aus Sachsen in Gummersbach anruft oder umgekehrt – Herr Deutschmann ist immer aktuell informiert.

Aufgrund der in der CAQ-Software integrierten Traceability können dabei alle relevanten Produktdaten lückenlos zurückverfolgt werden. Ohne diese umfassende Rückverfolgbarkeit bis hin zum einzelnen Bauteil und Nest, wäre ein erfolgreiches Agieren in der Automobilindustrie heute nicht mehr denkbar. Die flexible Nesterverwaltung stellt zudem sicher, dass der Prüfaufwand nicht höher ist als er sein muss – gleichwohl ohne dabei Abstriche in der Prüfdichte zu machen. Ggf. können defekte Nester gekennzeichnet werden und selbstverständlich stehen auch in der Nesterverwaltung alle eigenen und normenkonforme Stichprobenpläne zur Verfügung.

Hier passt sich das CAQ-System zudem auch der von Automobilkunden geforderten Flexibilität an. So können nicht nur flexibel exakt diejenigen Chargeninformationen – manuell oder automatisch – dokumentiert werden, die der jeweilige Kunde verlangt oder für die die statistische Steuerung des jeweiligen Prozesses relevant sind. Auch die zum Teil kundenspezifischen Prüfzertifikate erstellt KING PLASTIC mit dem grafischen Formulareditor in Eigenregie oder passt die von CAQ AG mitgelieferten normgerechten Standardformulare flexibel an. Die Formulare können dabei unter Rückgriff auf dieselben Daten wahlweise in mehreren Sprachen ausgedruckt werden, unabhängig davon, in welcher Sprache der Mitarbeiter gerade eingeloggt ist.

Werden Prüfpläne wegen geänderter Kundenanforderungen oder aufgrund des Prozesses angepasst, so bleiben evtl. vorhandene Langzeiterhebungen in vollem Umfang erhalten. Merkmalsbezogene Prozessfähigkeitsuntersuchungen werden erst dann unterbrochen, wenn KING PLASTIC es möchte. So können ohne Einschränkungen für die laufenden Untersuchungen wichtige Chargeninformationen zu bereits existierenden Prüfplänen ergänzt werden.

Sollten bei der Messung dieser „neuen“ oder „alten“ Merkmale Prozessverletzungen auftreten, so löst das System auf Wunsch automatisch merkmalsabhängig interne Reklamationen aus. Diese durchlaufen dann den vordefinierten Workflow, sodass kein Fehler mehr verloren geht. So wird die kontinuierliche Verbesserung Realität. Die im Reklamationsmanagement analysierten Fehler werden im FMEA-Modul an der richtigen Stelle aufgelistet, sodass sie in der nächsten Teamsitzung besprochen und per Mausklick in die entsprechende Prozess- oder Produkt-FMEA aufgenommen werden können.

Auf Wunsch wird das verantwortliche Team auch an sich dadurch ergebende Änderungen in den Prüfplänen erinnert. Ebenso wird im Auditmanagement darauf hingewiesen, betroffene Produkt- oder Prozessaudits ggf. zu erweitern. Dabei unterbreitet das System lediglich Vorschläge und stellt sicher, dass an den Prozessschnittstellen keine wichtigen Informationen verloren gehen. Die letzte Entscheidung liegt in allen Fällen beim verantwortlichen Team oder Mitarbeiter.

Zur freien Verfügung

Die freie Verfügbarkeit der Lizenzen sowie der modulare Aufbau der Software bieten auch neuen Mitarbeitern der KING PLASTIC GmbH deutliche Vorteile: Während Qualitätsplaner Deutschmann die gebotenen Funktionen des Systems detailliert beherrscht, dürfen sich die von ihm geschulten Anwender auf die lediglich für sie relevanten Bereiche konzentrieren, was die Einführung und den Umgang vielfach erleichtern. So weiß Herr Deutschmann: „Unsere Produktionsschichten verfügen alle über eigene Prüfer, die neben dem Wareneingang auch die produzierte Qualität stichprobenartig prüfen, um entsprechende Auswertungen der einzelnen Chargen zu erstellen. Die Kenntnis über alle Produktionsleistungen und somit auch über die damit verbundenen Prüfberichte, Auswahlkriterien etc. ist für diesen Prüfer jedoch nicht relevant. Dementsprechend kann die Maske in Umfang und Optik in Eigenregie den jeweiligen Anforderungen angepasst und somit die Arbeit der betreffenden Person deutlich erleichtert werden.“

Die Arbeitserleichterung ist es auch, die Herrn Deutschmann mit Überzeugung von „seiner“ Software sprechen lässt. Schließlich sorgt diese neben der Kos­tenersparnis bei der Erstinstallation sowie durch kaum notwendige Schulungen oder Fortbildungen ergänzend auch noch für eine repräsentative Auszeichnung des Landes. Und die hat schließlich nicht jeder …